Ainringer Musikantentag - Seidl-Wiesbach

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Ainringer Musikantentag

Der Musikantentag in Wiesbach und seine Entwicklung

Diese seit dem Jahr 1995 im zumeist zweijährigen Rhythmus durchgeführte Veranstaltung wird von den Wiesbacher Musikanten und Reinhold und Bernhard Seidl aus Wiesbach organisiert und findet auf deren landwirtschaftlichem Anwesen statt. Die Idee, ein Treffen von Sängern und Musikanten unter freiem Himmel auf einem Bauernhof zu veranstalten, wurde 1994 von Hans Auer und Reinhold Seidl geboren und schnell war klar, daß Wiesbach den perfekten Rahmen dafür bietet.
Hier ist der Einklang zwischen der Kulturlandschaft des Rupertiwinkels, der bäuerlichen Landwirtschaft, verbunden mit echter, unverfälschter Volksmusik in besonderer Weise zu erleben und zu genießen. Und daß dies von den Freunden der Volksmusik gerne angenommen wird, läßt sich aus der Zahl der Besucher beim bisher letzten Musikantentag am 4. Juli 2004 ersehen, welche auf circa 6000 geschätzt wird.

Der erste Musikantentag 1995 war für die Veranstalter die Bewährungsprobe. Ohne große Erfahrung, aber mit starkem Willen und großem Organisationstalent machten sie sich daran zu planen, zu organisieren und zu arbeiten. Was alles an so einer Veranstaltung hängt, ist für den Außenstehenden nur bruchstückhaft nachzuvollziehen. Mit 2000 Besuchern und vielen Dankesbriefen aus nah und fern war der 2. Juli 1995 ein voller Erfolg und spornte die Familie Seidl an, den Tag der Sänger und Musikanten in Wiesbach 1997 zu wiederholen. Auch am 13. Juli 1997 hatte das Wetter ein Einsehen mit den vielen Anwesenden in Wiesbach.
Denn nur bei trockener Witterung ist eine Veranstaltung im Freien durchzuführen. Nachdem beim ersten Musikantentag viele einheimische Gruppen mitwirkten, versuchte man 1997 mit Erfolg bekannte und teils weit entfernte Gruppen zu gewinnen.
Entgegen dem modernen Trend zur stetigen Veränderung wurden im Ablauf nie große Änderungen vorgenommen, wohl aber in der Perfektionierung der Organisation. Warum sollte man auch ein gutes Konzept, das von den Freunden der echten Volksmusik mit Begeisterung angenommen wird, ändern.
Am 11. Juli 1999 machte der Regen den Wiesbachbauern einen Strich durch die Rechnung und spülte alle Anstrengungen der letzten Wochen und Monate weg. Lustig wurde es dennoch. Denn an die 200 hartnäckige Volksmusikfreunde ließen sich vom Regen nicht abschrecken und machten es sich in der Maschinenhalle der Seidl´s gemütlich. Viele die damals dabei waren sagen heute noch, daß es der schönste Musikantentag gewesen ist. Neben vielen Besuchern kamen auch einige Gruppen und so wurde in der Halle gesungen und musiziert, die Helferinnen versorgten alle mit Kaffee und Kuchen und bis spät in die Nacht hinein saß man zusammen. Im Jahr 2000 kämpfte das Wetter lange mit sich, um dann letztendlich doch der Sonne den Weg frei zu geben. Unter bayerischem Weiß-Blau kamen am 2. Juli 2000 etwa 5000 Besucher zu Fuß, mit dem Rad oder Auto.
Um 18.30 Uhr, also kurz nach Beendigung des offiziellen Teils überlegte es sich das Wetter anders und es begann zu regnen. Aber da war praktisch schon alles gelaufen. Noch einmal Glück gehabt.
In den Jahren 2004, 2006, 2008, 2010 und 2013 fanden weitere Musikantentage in Wiesbach statt. Diese setzten mit einer ähnlichen Zuschauerzahl, schönem Wetter und hervorragenden Gruppen die Tradition der vergangenen Musikantentage fort.
Der für 2016 angesagte Musikantentag mußte wegen schlechter Witterung leider abgesagt werden.

Der Ablauf

Die Eröffnung findet auf einer kleinen Bühne statt. Nach einem flotten Stück der Wiesbacher Musikanten begrüßt Reinhold Seidl die anwesenden Besucher, die eingeladenen Sänger und Musikanten werden vorgestellt. Ein Grußwort durch den Schirmherrn und ein Jodler runden die Eröffnung ab und der Ainringer Musikantentag kann beginnen.
Die Volksmusikgruppen verteilen sich auf drei Plätze rund um den Wiesbachhof. Diese sind auf einem Rundweg angeordnet, was dem Besucher die Möglichkeit gibt, zwischen den einzelnen Plätzen zu wandern, der Musik und dem Gesang zu lauschen und die Natur zu genießen.
Bei den Veranstaltern stand und steht die Volksmusik im Vordergrund. Der Musikantentag soll ihrer Meinung nach keinen Gartenfestcharakter haben. Ziel ist es, eine Verbindung zwischen den Sängern und Musikanten einerseits und den Besuchern andererseits herzustellen. Gemeinsames Singen und Musizieren, aber auch Gespräche untereinander sollen eine aufgelöste und familiäre Atmosphäre schaffen. Die Freude an der Volksmusik, das Knüpfen von Kontakten und das Beisammensein sind die Hauptelemente der Veranstaltung.
Alle 90 Minuten wechseln die Sänger und Musikanten den Platz und treffen so immer wieder neue Gruppen und Besucher.

Die drei Plätze haben dabei ihren eigenen Reiz. Ist der Hof selbst sozusagen der Ausgangspunkt und der Ort, wo man sich mit Speis und Trank, Kaffee und Kuchen versorgen kann, so haben die beiden anderen Plätze ihren ganz eigenen Charakter.

Blickt man Richtung Hammerau fallen dem Besucher sofort die auf freiem Feld stehenden, stattlichen Birken auf. Hier ist der zweite Platz. Unter dem Schatten der Bäume singen und musizieren mehrere Gruppen und zahllose Besucher lauschen mit ehrlicher Begeisterung.

Auf einer kleinen Anhöhe am Waldrand ist der dritte Platz. An dieser Stelle hat man den schönsten Blick auf Wiesbach, Feldkirchen und vor allem auf Salzburg.
Um 18.00 Uhr endet der offizielle Teil des Musikantentages und alle Mitwirkenden treffen sich zu einer Brotzeit am Hof und lassen den Abend ausklingen.

Die Sänger und Musikanten

Ebenso wie die Besucher kommen auch die Sänger und Musikanten aus den verschiedensten Gegenden Bayerns, Salzburgs und Südtirols. Da Reinhold und Bernhard Seidl als Wiesbacher Musikanten seit 1992 selbst erfolgreich Volksmusik machen und durch zahllose Auftritte weit über die Grenzen hinaus bekannt geworden sind, haben sich im Laufe der Zeit viele Musikantenfreundschaften entwickelt. Daß diese Freunde dann zum Musikantentag eingeladen werden und mit einer Begeisterung in Wiesbach singen und musizieren, zeigt die Verbundenheit und den Zusammenhalt.
Zum Musikantentag sind etwa 15 namhafte und bekannte Volksmusikgruppen eingeladen.

Die Helfer und das Umfeld
Ein entscheidender Punkt für den Erfolg des Ainringer Musikantentages ist der Zusammenhalt der zahlreichen Helferinnen und Helfer, die in aufopferungsvoller Weise dazu beitragen, aus einem Sonntagnachmittag ein Erlebnis zu machen.
Hier sind die Aktiven des Trachtenvereins Edelweiß Hammerau-Ainring zu nennen, die seit 1995 die Bewirtung der Gäste übernehmen.
Engagement und Freude ist bei ihnen ebenso hautnah zu erleben, wie bei den zahlreichen Freunden und Bekannten der Familie Seidl. Da werden Kuchen gebacken, Kaffee gemacht, Bierbänke aufgestellt, die Parkplätze verteilt, Getränke an die Plätze geschafft und am Folgetag wieder alles sorgfältig aufgeräumt.

Die Bekanntheit dieser Veranstaltung geht mittlerweile weit über die Grenzen der Gemeinde Ainring hinaus.
So sind zahlreiche Rundfunk- und Fernsehanstalten regelmäßig in Wiesbach zu Gast, um die Eindrücke des Musikantentages in Worte und Bilder zu fassen und einem noch größeren Kreis von Freunden der echten und unverfälschten Volksmusik näher zu bringen.

Zukunft

Nachdem der letzte Musikantentag in 2016 wegen sdchlechter Witterung abgesagt werden mußte, sind wir gerade in der Planungsphase. Wann der nächste Musikantentag stattfinden kann werden Sie auf diesen Seiten erfahren.



Reinhold Seidl
Wiesbach 1a, 83404 Ainring
08654/50626, info@seidl-wiesbach.de
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